mehrere Kinder

Wahl-O-Mat ignoriert die Eltern

06.09.2021 Kommentare (0)

Der kürzlich von der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlichte Wahl-O- Mat zur Bundestagswahl ignoriert die Rechte und Interessen von Eltern. Bei den 38 Fragen kommen Eltern nur einmal vor (im Zusammenhang mit dem Bafög). Eltern haben so anhand des Wahl-O-Mats keine Möglichkeit, sich über die Haltung der Par- teien zu ihren spezifischen Belangen zu informieren.

Wie lässt sich das erklären? Wird die „strukturelle Rücksichtslosigkeit unserer gesell- schaftlichen Verhältnisse gegenüber Familien“ (Zitat aus dem 5. Familienbericht) von allen etablierten Parteien mitgetragen, so dass die Macher des Wahl-O-Mats keine entscheidungserheblichen Unterschiede ausmachten? Ist die Missachtung der Belange von Eltern bereits „gesellschaftlicher Konsens“?

Wer wendet sich gegen die Diskriminierung von Eltern mehrerer Kinder und von jun- gen, noch in Ausbildung befindlichen Eltern beim Elterngeldgesetz? - Fehlanzeige Wird die Benachteiligung der selbst betreuenden Eltern gegenüber der einseitigen staatlichen Finanzierung der Krippenbetreuung angesprochen? - Fehlanzeige

Wer thematisiert die Enteignung der Eltern durch das Rentenrechts? - Fehlanzeige Schließlich tragen die Eltern ganz überwiegend die Investitionskosten der Kinder, während die erwachsen gewordenen Kinder kinderlosen Rentnern in der Regel hö- here Renten zahlen müssen als ihre eigenen Eltern erhalten.

Aufgrund ähnlicher früherer Erfahrungen haben wir zusammen mit dem Bündnis „Rettet die Familie“ den Parteien Fragen übersandt, die sich auf die speziellen Be- lange der Eltern beziehen. Die Antworten hatten wir bereits am 28.7. veröffentlicht. Inzwischen sind auch die verspäteten Stellungnahmen der Grünen und der Linken eingegangen. Alle Antworten sind einzusehen unterhttp://www.rettet-die-familie.de/wahlpruefsteine-2021

Die Stellungnahmen der Parteien sollten als notwendige Ergänzung des Wahl-O-Mats möglichst weite Verbreitung finden.

Quelle: Verband Familienarbeit e.V.

Ihre Meinung ist gefragt!

Kommentar schreiben




Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.


Bitte schreiben Sie freundlich und sachlich. Ihr Kommentar wird erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet.





Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Hinweise zum Datenschutz finden Sie im Impressum.