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zwei U3 Kinder

Während Corona wird’s zum Familien-Tablet

…Gerade jetzt unbedingt Sicherheitseinstellungen aktivieren

Tippen, Wischen, Surfen: Kinder und Jugendliche sind fasziniert von den zahlreichen Möglichkeiten, die ein Tablet bietet. In der Pandemiezeit wird das Tablet der Erwachsenen aber auch schnell zum Familiengerät. Damit Kinder nicht auf Inhalte stoßen, die für sie nicht geeignet sind, oder mit Fremden in Kontakt kommen, sollten Eltern und Erziehende jetzt unbedingt die Sicherheitseinstellungen aktivieren, empfiehlt „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“. Viele Eltern fragen sich deshalb, welche Funktionen sie aktivieren oder abschalten sollen. „Eltern können Tablets im Vorhinein sicher einrichten sowie geeignete Angebote auswählen“, rät SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. „Gerade bei den ersten Schritten in der Medienwelt ist es ratsam, dass Eltern ihr Kind begleiten und schützen.“ 

Tablets kindgerecht sichern: Ungeeignete Inhalte und Risiken für den Datenschutz können minimiert sowie ungewollte Käufe verhindert werden, indem Eltern Sicherheitseinstellungen aktivieren und eine Jugendschutzsoftware installieren. Wird die Internetverbindung nicht benötigt, sollte diese während der Nutzung der Kinder deaktiviert werden. Das Herunterladen von Programmen ist im Kindesalter ausschließlich Aufgabe der Eltern und kann mit einem Passwort geschützt werden. Je nach technischen Voraussetzungen empfiehlt es sich außerdem, verschiedene Profile für Erwachsene und Kinder anzulegen. Wichtig ist aber: Diese technischen Hilfsmittel ersetzen nicht die aufmerksame Medienerziehung durch die Eltern.

Apps prüfen: Eltern testen Angebote für Kinder am besten erst selbst und schauen, ob diese sich wirklich eignen. Für die Jüngsten bieten sich auf dem Tablet interaktive Medien wie Bilderbuch-Apps mit einfachen, überschaubaren Geschichten an, die direkt an der Lebenswelt der Kinder anknüpfen. Gute Apps für Vor- und Grundschulkinder sind intuitiv zu bedienen und vermitteln spielerisch Wissen. Sie sollten werbefrei sein und weder In-App-Käufe noch Links enthalten, die Kinder versehentlich aus der App herausführen. Medienratgeber wie SCHAU HIN! und Empfehlungsportale wie klick-tipps.netoder die Datenbank für Kinder-Apps des Deutschen Jugendinstituts unterstützen bei der Auswahl. 

Klare Regeln vereinbaren: Wichtig sind auch klare Absprachen über eine begrenzte Mediennutzung. Kinder sollen nicht überfordert werden. Grundsätzlich gilt: Für kleinere Kinder unter drei Jahren ist die Nutzung digitaler Medien nicht empfehlenswert. SCHAU HIN! empfiehlt für Kinder bis fünf Jahren maximal eine halbe Stunde Bildschirmzeit, die langsam gesteigert wird. Damit Kinder Medieninhalte verarbeiten können, sollten sie dafür ausreichend Zeit haben: Besonders vor dem Schlafengehen empfiehlt es sich, digitale Reize abzuschalten. Häufig ist es auch technisch möglich, die Tablet-Nutzung zeitlich zu begrenzen oder Schlafenszeiten einzustellen, in denen das Gerät nicht benutzt werden kann. Achten Eltern auf Abwechslung in der Freizeitgestaltung, können mediale Erlebnisse andere Erfahrungen wie gemeinsames Spielen, Entdeckungen in der Natur und im Sport ergänzen, statt diese zu ersetzen.

Bei den ersten Erfahrungen mit dem Tablet ist die Begleitung durch Erwachsene sinnvoll. So erkennen sie, wie ihr Kind reagiert, können die Eindrücke mit dem Kind besprechen und bei inhaltlichen oder technischen Fragen direkt unterstützen. „Ich empfehle Eltern, mit ihrem Kind auch aktiv und spielerisch die Foto-, Video- und Audiofunktionen auszuprobieren,“ rät SCHAU HIN-Mediencoach Kristin Langer. „Kinder werden so sicherer in der technischen Anwendung, lernen aber gleichzeitig auch, wie sie Bild- und Tonmaterial von sich und ihrer Familie sicher speichern und was bei einer möglichen Weitergabe zu beachten ist.“

Empfehlungen für kindgerechte Apps sowie Hinweise zu Sicherheitseinstellungen für Tablets & Co. sowie Anregungen für kreative Mediennutzung finden Eltern auf www.schau-hin.info.

Quelle: Pressemitteilung der Initiative „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ vom 15. April 2021

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