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Verband binationaler Familien: Familiäre Mehrsprachigkeit – die vergessene Ressource

27.02.2014 Kommentare (0)

Anlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache fordert der Verband binationaler Familien und Partnerschaften eine nachhaltige Berücksichtigung der familiären Mehrsprachigkeit in der Bildung und veröffentlicht die Broschüre „Vorleseangebote mehrsprachig gestalten“.

In einer zunehmend globalisierten Gesellschaft ist Mehrsprachigkeit eine wichtige Ressource. Vielfach ist von Sprachdefiziten der Migrant(inn)en zu hören und zu lesen, selten nur von ihren sprachlichen Kompetenzen. Durch diese defizitorientierte Sichtweise und durch eine Bildungspolitik, die familiäre Mehrsprachigkeit außer Acht lässt, werden seit Jahren in großem Ausmaß immaterielle und materielle Ressourcen verschwendet, meint der Verband binationaler Familien und Partnerschaften. Er fordert vielmehr, dass Mehrsprachigkeit als signifikante Bildungschance öffentlich und politisch anerkannt werden muss. Dazu zählen der Aufbau mehrsprachiger Bildungsgänge und eine durchgängige Förderung aller Sprachen eines Kindes, von der frühkindlichen Bildung bis hin zur Universität.

In der neu erschienenen online-Broschüre „Vorleseangebote mehrsprachig gestalten“ fasst der Verband seine Erfahrungen aus mehrsprachigen Vorleseprojekten in den Städten Bonn, Duisburg, Frankfurt, Köln und Hannover zusammen. Die Broschüre zeigt, wie Bildungseinrichtungen mehrsprachige Vorleseangebote vorbereiten und durchführen können. Übungsbeispiele, Gesprächsleitfäden und nützliche Tipps und Links zum Thema machen sie zur praktischen Arbeitshilfe. Die 40-seitige Broschüre steht kostenlos zum Download zur Verfügung unter www.mehrsprachigvorlesen.verband-binationaler.de.

Hintergrund: Jede achte Eheschließung in Deutschland ist heute eine binationale Verbindung. Jedes vierte Kind, das hier geboren wird, hat Eltern unterschiedlicher Nationalitäten. Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften, setzt sich seit 1972 ein für die Interessen binationaler/bikultureller Paare und Familien sowie von Menschen, die in interkulturellen Zusammenhängen in Deutschland leben.
Mehr Informationen zum Verband unter www.verband-binationaler.de

Quelle: Pressemitteilung des Verbands binationaler Familien u. Partnerschaften, iaf e.V. vom 21.2.2014

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