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Starterkonferenz zur zweiten Welle des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“

31.05.2017 | Politik Kommentare (0)

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat in Rostock die Starterkonferenz zur zweiten Welle des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ für Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein eröffnet. In der jetzt angelaufenen zweiten Förderphase werden die Mittel für die „Sprach-Kitas“ auf jährlich insgesamt 200 Millionen Euro verdoppelt.
„Sprachliche Bildung ist der Schlüssel für gerechte Bildungschancen und gesellschaftliche Integration“, betonte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig in ihrer Eröffnungsrede. „Wenn Kinder diesen Schlüssel nicht bekommen, dann bleiben sie vor einer verschlossenen Tür stehen – ihr Leben lang. Ich bin davon überzeugt, dass Kinder, die in benachteiligen Lebenslagen aufwachsen, nicht weniger Kompetenzen und Begabungen haben. Wenn wir sie entsprechend fördern, können wir die Potenziale dieser Kinder wecken und ihnen die Tür zur Welt öffnen“, so Manuela Schwesig.
Der Bund stellt für das Programm „Sprach-Kitas“ im Zeitraum zwischen 2016 und 2020 Mittel im Umfang von bis zu 800 Millionen Euro zur Verfügung. Die Sprach-Kitas werden zum einen durch zusätzliche Fachkräfte für sprachliche Bildung unterstützt, die direkt in der Kita tätig sind. Zum anderen werden sie kontinuierlich durch eine Fachberatung begleitet. Insgesamt können mit den Mitteln aus dem Bundesprogramm bis zu 7.000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in Kitas und in der Fachberatung finanziert werden.
In Schleswig-Holstein gab es in der ersten Förderwelle 113 Sprach-Kitas mit 116 zusätzlichen Fachkräften sowie 9 zusätzliche Fachberatungen. Mit der zweiten Förderwelle kommen noch einmal mindestens 55 Sprach-Kitas und 4 zusätzliche Fachberatungen hinzu. In Mecklenburg-Vorpommern konnten mit der ersten Förderwelle 63 Sprach-Kitas mit 78 zusätzlichen Fachkräften sowie 6 zusätzliche Fachberatungen geschaffen werden. In der zweiten Welle kommen noch einmal mindestens 63 Sprach-Kitas, 66 zusätzliche Fachkräfte sowie 5 zusätzliche Fachberatungen hinzu.
Stefanie Drese, Sozialministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, sagte: „Ich bin sehr zufrieden, dass wir die Zahl der Sprach-Kitas in Mecklenburg-Vorpommern mindestens verdoppeln und wir damit diese Chance für eine bessere frühkindliche Bildung konsequent nutzen. So können insbesondere Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien sowie aus Familien, deren Familiensprache nicht Deutsch ist von Anfang an von guten Bildungsangeboten profitieren. Durch Sprache erschließen wir die Welt, treten mit Menschen in Kontakt und eignen uns Wissen an. Der Erwerb früher sprachlicher Kompetenzen hat einen erheblichen Einfluss auf den weiteren Bildungsweg und den Einstieg ins Erwerbsleben.“
Ergänzend erklärte Kristin Alheit, Sozialministerin des Landes Schleswig-Holstein: „Hochwertige Bildungsangebote schon für die Kleinsten und eine inklusive Pädagogik sind von elementarer Bedeutung. Im Programm Sprach-Kitas steckt eine Riesenchance – für Kinder aus sozial benachteiligten Familien, für Migrantenkinder und letztlich für die gesamte Gesellschaft. Deshalb müssen wir den Weg konsequent weitergehen. Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat bereits ein eigenes Förderpaket zur Sprachförderung geschnürt.“
Frühe Bildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit für alle Kinder und hat eine immer größere gesamtgesellschaftliche Relevanz. So wird der Bund allein in diesem Jahr die Rekordsumme von fast 2,5 Milliarden Euro in Kindertagesbetreuung – für die Betriebskosten, für Investitionen und für Qualität – investieren.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums vom 11.5.2017

 

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