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mehrere Kinder

Sorgerechtsentzug: Wie Behörden, Gerichte und Gutachter das Leben von Kindern gefährden

Hilde von Balluseck

23.12.2014 Kommentare (0)

In diesem Jahr haben uns die Qualen und die Tode von kleinen Kindern erschüttert, die im Schoße ihrer Familie ermordet wurden.

Immer wieder drängt sich die Frage auf: Warum lassen Jugendämter, Gerichte und Gutachter solche schrecklichen Ereignisse geschehen? Warum greift das Jugendamt nicht ein? Warum gibt das Gericht gewalttätigen Eltern die Kinder zurück? Wie ist es möglich, dass Gutachten zu völlig falschen Schlüssen kommen und die Kinder weiter den Gefahren in ihrer Familie aussetzen?

Wir danken der Süddeutschen Zeitung an dieser Stelle ausdrücklich, dass wir alle Artikel, die am Wochenende auf der Seite 2 das Thema von vielen Seiten ausgeleuchtet haben, übernehmen durften. Da ist zunächst die Situationsanalyse, die auf die vielen Fehlerquellen hinweist ("Verlorene Kinder"). Da zeigt der Kasten "Lehren aus Yagmurs Tod", dass die Hamburger Staatsanwaltschaft jede Schuld abstreitet - da kann man dann wohl auch kaum hoffen, dass in Zukunft anders hingeschaut wird. Da ist der kritische Artikel "Papa ein Schwein, Mama ein Drache", der beschreibt, warum Familiengutachten häufig zu einer falschen Einschätzung kommen. Und schließlich das Interview mit Karl Heinz Brisch ("Wenn Liebe zum Verhängnis wird"), der auf die Absurdität des Umgangsrechts hinweist, das Kinder dazu zwingt, ihre gewalttätigen oder vernachlässigenden Eltern immer wieder zu sehen. Außerdem betont Brisch die Bedeutung der Schädigung durch Verwahrlosung und Vernachlässigung, die zumeist - mangels sichtbarer Verletzungen - unterschätzt wird.

Dass der Kinderschutz bei uns auf wackligen Füßen steht, darauf hat schon Christian Schrapper angesichts eigener Forschungen hingewiesen. Wie lange müssen wir warten, bis die Erkenntnisse, die von ihm und in den Artikeln der Süddeutschen Zeitung dargelegt werden, so umgesetzt werden, dass nicht weitere Kinder schwerst geschädigt werden oder zu Tode kommen?

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© Süddeutsche Zeitung GmbH, München. Mit freundlicher Genehmigung von http://www.sz-content.de (Süddeutsche Zeitung Content).

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