ErzieherIn.de
malendes Mädchen

So wird Hören zum Erlebnis

01.06.2015 Kommentare (0)

Kinder sollten ihre erste Erfahrung in der Medienwelt gemeinsam mit "ihren" Erwachsenen machen. Am besten achten Eltern dafür auf Angebote, die zur Entwicklung ihres Kindes passen und begleiten sie dabei, so „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht", der Medienratgeber für Familien.

Wenn Eltern ihrem Kind vorlesen oder Hörmedien bewusst einsetzen, macht das nicht nur großen Spaß, sondern fördert auch die Sprachentwicklung und vergrößert den Wortschatz, erleichtert das Mitreden sowie das Erlernen der Schrift; dies gilt besonders für den Zweitspracherwerb. „Wichtig ist das Kinder Hörerfahrung über altersgerechte Angebote machen, die sie nicht überreizen", so Mediencoach Kristin Langer. Einfache Liedtexte und Geschichten machen kindgerechte Hörmedien aus. Gute Hörspiele erkennen Eltern an klaren Geschichten und unterscheidbaren Stimmen.

Angebote gut auswählen

Im Kita- und Vorschulalter sind Hörgeschichten besonders attraktiv, ob auf Kassette, CD oder als App. Passende Angebote finden Eltern etwa in Kinderbibliotheken, bei Portalen wie auditorix.de, ohrka.de, ohrenspitzer.de und zuhoeren.de oder bei Kinderradiosendern wie kiraka.de und kakadu.de. Am besten tauschen sich Eltern mit denen gleichaltriger Kinder, der Kita oder der Schule aus, um Schnittstellen zum Musikunterreicht auszuloten und weitere Empfehlungen zu erhalten.

Reflexion sowie Kreativität fördern

Begleiten Eltern ihr Kind dabei können sie über das Gehörte sprechen und zum Nachdenken darüber anregen. Das gemeinsame Nachsingen oder Weiterspinnen von Geschichten und Liedern oder das Erraten von Geräuschen wecken Emotionen, fördern die Kreativität und machen einfach Spaß.

Auf Lautstärke und Ruhepausen achten

Musik kann stimulieren, aber auch stören. Um die empfindlichen Ohren des Kindes zu schützen, ist es wichtig, dass die Musik nicht zu laut ist und auch Hörpausen eingelegt werden, gerade wenn Tätigkeiten wie Schulaufgaben die volle Konzentration erfordern.

Musikgeräte altersgerecht einstellen

Viele Kinder möchten auch ein eigenes Abspielgerät wie Kassettenrekorder oder mp3-Player. Die meisten mp3-Player sind internetfähig. Eltern schalten besser gerade bei jüngeren Kindern Netzverbindungen aus und aktivieren Sicherheitseinstellungen. Konten in Shops sollten für Kinder nicht zugänglich sein. Ab etwa zwölf Jahren kann man ein Konto bei iTunes oder anderen Anbietern altersgerecht einrichten und über Guthabenkarten Zugang gewähren.

Hörmedien selbst gestalten

Wer selbst mal zu Mikro und Aufnahmegerät greifen will: Mit wenigen Mitteln schon lassen sich ein Hörspiel oder eine Reportage kreieren. Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Software, Geräusche und weitere Zutaten bieten die Portale www.audiyou.de und www.auditorix.de. Oder wie wäre es mit einem Hörmemory? Dazu einfach kleine Behälter wie Filmdosen befüllen mit allem, was Geräusche macht, zum Beispiel Reis, Zucker, Geldmünzen. Je zwei Behälter haben den gleichen Inhalt. Durch Schütteln gilt es die Geräuschpaare zu finden. Mehr Spielideen auf www.auditorix.de/spiele.

5 Tipps für den richtigen Hörspaß

1. Angebote gut auswählen: Portale, Bibliotheken, Kitas/Schulen oder andere Eltern helfen.
2. Reflexion sowie Kreativität fördern: Ob beim Nachsingen, Hörspielen oder Weiterspinnen.
3. Auf Lautstärke und Ruhepausen achten: Um Ohren, Nerven und Konzentration zu schützen.
4. Musikgeräte altersgerecht einstellen: Internetverbindung ausstellen und Konten schützen.
5. Hörmedien selbst gestalten: Eigene Hörspiele oder ein Hörmemory machen noch mehr Spaß.

Weitere Informationen

Empfehlungen für kindgerechte Hör-Apps, -Seiten und -Sendungen sowie Hinweise zu Sicherheitseinstellungen finden Eltern auf www.schau-hin.info.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht." ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Ihre Meinung ist gefragt!

Kommentar schreiben




Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.


Bitte schreiben Sie freundlich und sachlich. Ihr Kommentar wird erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet.





Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Hinweise zum Datenschutz finden Sie im Impressum.

ErzieherIn.de wird gefördert von:

Seit über 80 Jahren ist Wehrfritz Komplettausstatter für Krippen und Kindergärten. Das Sortiment umfasst innovative Möbel, Raumkonzepte, Außenspielgeräte, ausgewählte Spiel- und Lernmaterialien.
www.wehrfritz.de

Sponsor werden

Stellenmarkt

29.10.2020 Sozialpädagogische Fachkraft (m/w/d) in Teilzeit, Remseck am Neckar
Zweckverband Pattonville
28.10.2020 Erzieher (w/m/d) für Gymnasium mit Internat, Berg
Gymnasium LSH Kempfenhausen
28.10.2020 Pädagogische Fachkraft (w/m/d) für Wohngruppe für Kinder, Grevenbroich
Haus St. Stephanus
weitere Stellen

Newsletter für Fachkräfte

Alle zwei Monate kostenlose Infos jetzt abonnieren.

Aktuelle Rezensionen

Buchcover

Claudia Nürnberg, Maria Schmidt: Der Erzieherinnenberuf auf dem Weg zur Profession. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2018. 727 Seiten. ISBN 978-3-8474-2057-6.
Rezension lesen   Buch bestellen

Buchcover

Jasmin Donlic, Elisabeth Jaksche-Hoffman, Hans Karl Peterlini (Hrsg.): Ist inklusive Schule möglich? transcript (Bielefeld) 2019. 310 Seiten. ISBN 978-3-8376-4312-1.
Rezension lesen

weitere Rezensionen

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Feed Icon RSS-Feed abonnieren


Feed Icon Folgen Sie uns auf Facebook

Nutzen Sie auch die Angebote unseres Herausgebers socialnet: