ErzieherIn.de
mehrere Kinder

Sicherung des Kindeswohls ist Gemeinschaftsaufgabe

19.01.2021 Kommentare (0)

Das Statistische Bundesamt hat mit den Zahlen von Kindeswohlgefährdungen im Jahr 2019 auf eine Zunahme von Kindeswohlgefährdungen hingewiesen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter nimmt dazu Stellung und sieht die Stärkung der Jugendämter als gemeinschaftliche Aufgabe.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat Zahlen von Kindeswohlgefährdungen im Jahr 2019veröffentlicht. Insgesamt 55.500 Fälle der Kindeswohlgefährdung haben die Jugendämter in Deutschland im vorletzten Jahr festgestellt. Oft lagen mehrere Gefährdungsarten gleichzeitig vor, am häufigsten Vernachlässigungen.

Das Umfeld wird sensibler fürs Thema

„In 2019 wurde wiederholt ein deutlicher Anstieg an Kindeswohlgefährdungen festgestellt: 10 Prozent mehr gemeldete Gefährdungen als im Vorjahr. Das ist eine traurige Bilanz, zeigt aber gleichwohl: Das Umfeld der Kinder und Jugendlichen – seien es die Schule, die Kindertagesstätten, Nachbarn oder Verwandte – ist sensibler für dieses Thema geworden. Die Devise ist immer: Bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung lieber einmal mehr als einmal zu wenig melden“, resümiert Lorenz Bahr, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter (BAG Landesjugendämter).

Gemeinsame Verantwortung für Kinderschutz

Die Statistik zeigt aber auch, dass die Jugendämter in Deutschland die zentrale Kinderschutzorganisation sind, die in gemeinsamer Verantwortung die Interessen von Kindern und Jugendlichen wahrnehmen. Diese Feststellung ist in Zeiten der Pandemie umso wichtiger, denn Jugendämter können ihre Aufgaben nur mithilfe anderer Akteure wahrnehmen: Polizei und Justiz, aber eben auch Schulen und Kindertageseinrichtungen sind gefragt, wenn Kinder und Jugendliche gefährdet sein könnten und im Bedarfsfall eine entsprechende Meldung an die Jugendämter zu geben ist. Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gerichte meldeten demnach in 2019 insgesamt 12.367 Kindeswohlgefährdungen, Schulen alleine 7.483 und Jugendämter aus ihren Direktkontakten 4.164 Kindeswohlgefährdungen.

Jugendämter in ihrer Aufgabenwahrnehmung stärken

„Wie hoch die Dunkelziffer ist, wissen wir leider nicht. Wir müssen aber davon ausgehen, dass bei weitem weniger Fälle an die Jugendämter gemeldet werden, als Gefährdungen vorliegen. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass die Instanzen, die den Kindern am nächsten sind, wie die Schule und die Kindertageseinrichtungen, unmittelbar einschreiten. Ähnlich gilt das für die Polizei oder Staatsanwaltschaft, die Kindeswohlgefährdungen zum Beispiel bei Fällen häuslicher Gewalt aufdecken. Die Jugendämter kümmern sich darum, adäquate Maßnahmen einzuleiten und zu begleiten. Es liegt in unserer gemeinsamen Verantwortung, die Jugendämter in ihrer Aufgabenwahrnehmung zu stärken, denn sie leisten eine wichtige und notwendige Arbeit“, sagt Bahr.

Quelle: Landschaftsverband Rheinland (LVR) vom 07.01.2020

Ihre Meinung ist gefragt!

Kommentar schreiben




Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.


Bitte schreiben Sie freundlich und sachlich. Ihr Kommentar wird erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet.





Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Hinweise zum Datenschutz finden Sie im Impressum.

ErzieherIn.de wird gefördert von:

Seit über 80 Jahren ist Wehrfritz Komplettausstatter für Krippen und Kindergärten. Das Sortiment umfasst innovative Möbel, Raumkonzepte, Außenspielgeräte, ausgewählte Spiel- und Lernmaterialien.
www.wehrfritz.de

Sponsor werden

Stellenmarkt

15.04.2021 Erzieher (w/m/d) für Kindertageseinrichtung, Halle (Saale)
Studentenwerk Halle
14.04.2021 Erzieher (w/m/d) für Kita, Berlin
Doppelpünktchen e.V.
14.04.2021 Erzieher (w/m/d) für Kita, Berlin
RBO - Inmitten gemeinnützige GmbH
weitere Stellen

Kalender

Zertifizierte pädagogische Fachberatung
flexible Terminwahl
online
Akademie für Kindergarten, Kita und Hort Gbr
auf Abruf/Inhouse

Kommende Veranstaltungen

zum KalenderVeranstaltung eintragen

Newsletter für Fachkräfte

Alle zwei Monate kostenlose Infos jetzt abonnieren.

Aktuelle Rezensionen

Buchcover

Claudia Nürnberg, Maria Schmidt: Der Erzieherinnenberuf auf dem Weg zur Profession. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2018. 727 Seiten. ISBN 978-3-8474-2057-6.
Rezension lesen   Buch bestellen

Buchcover

Annett Maiwald: Erziehungsarbeit. Springer VS (Wiesbaden) 2018. 897 Seiten. ISBN 978-3-658-21574-3.
Rezension lesen   Buch bestellen

weitere Rezensionen

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Feed Icon RSS-Feed abonnieren


Feed Icon Folgen Sie uns auf Facebook

Nutzen Sie auch die Angebote unseres Herausgebers socialnet: