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Safer Internet Day 2015: So surfen Kinder sicher im Netz

07.02.2015 Kommentare (0)

Kinder und Jugendliche surfen gern im Netz. Damit sie sicher im Internet unterwegs sind, empfiehlt „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht", der Medienratgeber für Familien, zum Safer Internet Day am 10. Februar 2015 Eltern neben dem Einsatz technischer Hilfen die gemeinsame Vereinbarung von Surfregeln, die auch Dauer und Inhalte umfassen.

Kinder können beim Surfen Spaß haben, sich austauschen und altersgerecht informieren, aber auch auf unpassende Inhalte wie Gewalt und Pornografie oder auf belästigende Personen treffen. Oft fragen sich Eltern, wie sie ihr Kind davor schützen können sowie welche technischen Hilfsmittel gut und welche Regeln geeignet sind für einen sicheren Weg durchs weltweite Netz.

Kristin Langer, Mediencoach von „SCHAU HIN!" empfiehlt: „Es ist wichtig, dass sich Eltern über technischen Schutz im Netz informieren, gerade Surfanfänger aktiv beim Surfen begleiten, auch bei erfahreneren Surfern im Gespräch dazu bleiben und gemeinsame Vereinbarungen treffen." Diese können auch schriftlich festgehalten werden.

5 einfache Regeln für sicheres Surfen
1. Safety first: Eigene Zugänge und Schutzsoftware nutzen.
2. Zeitlimits einhalten. Zum Beispiel 10 Minuten je Lebensjahr pro Tag oder 1 Stunde pro Woche sowie nur zwischen Hausaufgaben und Abendessen.
3. Seiten gemeinsam prüfen und unseriöse Angebote wegklicken.
4. Surferlebnisse teilen. Bei Fragen oder komischen Situationen an die Eltern wenden.
5. Daten schützen. Anmeldungen oder Downloads vorher besprechen.

Grafik zur freien Verwendung (Credit SCHAU HIN!): http://short.we-do.eu/sichersurfen

Technischen Schutz an Bedürfnisse des Kindes anpassen
„Jüngere und ältere Kinder brauchen unterschiedliche Bewegungsräume im Netz, die sich an ihrem Schutzbedürfnis und ihrem Interesse orientieren", so Langer. Bei jüngeren Kindern bietet sich an, ein eigenes Benutzerkonto im Betriebssystem einzurichten und bestimmte Kinderseiten wie „Meine Startseite" in den Favoriten festzulegen oder als Startseite zu speichern. Als Programm empfiehlt sich die Installation des „KinderServers", der alle Seiten der Kindersuchmaschinen „fragFINN" und „Blinde Kuh" sowie mit einer Anbieterkennzeichnung bis 12 Jahren umfasst. Bei älteren Kindern ab etwa zwölf Jahren ist eine Jugendschutzsoftware wie „JusProg" oder die „Kinderschutz-Software" ratsam, wenn sie richtig verwendet und altersgerecht eingestellt wird. Dabei werden ungeeignete Websites unter anderem auf Basis bestimmter Schlagworte gefiltert. Eltern sind gut beraten, die Einstellungen regelmäßig zu überprüfen und den Zugang mit einem sicheren Passwort zu sperren.

Auch mobil sicher surfen
Wichtig ist auch, den Schutz für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets zu aktivieren. Das Angebot reicht von Programmen, die den Zugriff auf eine vorgegebene Auswahl an Apps eingrenzen, speziellen Kinder-Browsern wie die App „Meine-Startseite", die das Surfen auf geprüfte Websites beschränkt, bis hin zu Jugendschutz-Apps wie die „Vodafone Child Protect App", die unerwünschte Inhalte über die Negativliste der Software „JusProg" filtert und das Sperren einzelner Funktionen wie Kamera, Internet oder Bluetooth ermöglicht.

Geräte direkt sichern
Ob stationär oder mobil, bei jedem Gerät, ob Computer, Tablet, Smartphone oder Konsole, können Jugendschutzfunktionen über Altersangaben eingestellt und Zeitkonten eingerichtet werden. Die meisten Betriebssysteme bieten zudem die Möglichkeit, in einem geschützten Bereich direkt am Gerät Sicherheitseinstellungen vorzunehmen und damit Funktionen wie die Installation von Programmen und Apps einzuschränken oder ganz zu unterbinden. Dies sollte bei Kindern bis zwölf Jahren generell Aufgabe der Eltern sein.

Der Medienratgeber „SCHAU HIN!" (www.schau-hin.info) gibt Eltern konkrete Hinweise zu Sicherheitseinstellungen für diverse Betriebssysteme, Browser und Geräte, zu geeigneten Jugendschutzprogrammen und -apps sowie Empfehlungen für altersgerechte Angebote. Gute Kinderseiten finden Eltern auch bei www.klick-tipps.net, www.enfk.de oder www.seitenstark.de.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht" ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Quelle. SCHAU HIN!

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