viele Hände im Sand, die aufeinander ausgerichtet sind

Modellprojekt: Kita-Verband zeigt, wie aktive Mitarbeit von Erzieherinnen auch vom Homeoffice aus möglich ist

15.02.2021 Kommentare (0)

Spracherwerb unterstützen, Kontakt zu Kita-Kindern halten: Evangelischer Kita-Verband hat Konzept für Kita-Erzieherinnen im Homeoffice erarbeitet und umgesetzt 

Als Erzieherin oder Erzieher vom Homeoffice aus arbeiten – kann das funktionieren? Es kann. Der Evangelische Kirchenkreisverband für Kindertageseinrichtungen Berlin Mitte-Nord (EVKVBMN) hat schon nach wenigen Monaten Laufzeit bewiesen, dass aktive Mitarbeit von Erzieherinnen auch von zuhause aus möglich und für alle Beteiligten bereichernd und sinnvoll sein kann. Mit Hilfe eines eigens dafür aufgelegten Programms können Kita-Erzieherinnen vom Homeoffice aus regelmäßig Kontakt zu Kita-Kindern zuhause oder in der Kita halten, sprachliche Bildung und Medienkompetenz der Kinder fördern und selbst online an Feedback- und Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen.

„Mit Beginn des eingeschränkten Regelbetriebs nach dem ersten Lockdown im Mai 2020 wurde schnell klar, dass nicht alle unsere Fachkräfte wieder in die unmittelbare pädagogische Arbeit gehen können“, sagt Kathrin Janert, Vorständin des Kita-Verbands und Initiatorin des Modellprojektes, „Das betrifft vor allem Mitarbeitende mit attestierten Vorerkrankungen oder als über 60-Jährige.“ Kathrin Janert entwickelte daraufhin die Idee, dass diese Fachkräfte per Video Kontakt mit Kindern in der Kita oder zuhause halten könnten - mit den Zielen, die pädagogische Arbeit zu unterstützen und sowohl einen Beitrag zur Medienkompetenz als auch zur sprachlichen Bildung zu leisten. Daraufhin entwickelten Fachberaterinnen des Träger, die Fachberatung für Sprache und die Referentin für Qualitätsentwicklung das Konzept „Erzieherinnen im Homeoffice“.

Um auch die technischen Voraussetzungen zum Gelingen des Projektes zu schaffen, besorgte der Kitaverband Tablets und schulte die Erzieherinnen im Umgang mit den Kommunikationsprogrammen. Außerdem bekamen die Erzieherinnen detaillierte Vorschläge und Anregungen für die Gespräche mit den Kindern an die Hand. Info-Schreiben, in denen das Projekt vorgestellt wurde, gingen an Kita-Leitungen und Eltern.

Die ersten Online-Begegnungen zwischen Kita-Kindern und Erzieherinnen vom Homeoffice aus starteten bereits im Juli 2020 – und gehöre inzwischen zu festen verbindlichen Terminen bei den Kita-Kindern.

Seitdem tauschen sich die Fachkräfte in regelmäßigen Online-Treffen untereinander aus und ermitteln Bedarf zusätzlichen Wissens, etwa zu den Themen sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit. Insbesondere die Sprachförderung wird durch entsprechende Auswertungsbögen und Materialen vertieft. Kathrin Janert: „Wir fast schon selbst überrascht vom Erfolg dieses Projekts und dem guten Effekt, den es für alle hat.“

Quelle: Evangelischer Kirchenkreisverband für Kindertageseinrichtungen Berlin Mitte-Nord

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