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viele Hände im Sand, die aufeinander ausgerichtet sind

Kitas brauchen jetzt Unterstützung bei digitaler Ausstattung

27.01.2021 Kommentare (1)

Der Verband katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK)-Bundesverband fordert schnelle Lösungen für die digitale Infrastruktur in Kindertageseinrichtungen. Während der Corona-Pandemie wurde die Chance der Digitalisierung bisher verpasst. Nach Auffassung des Kita-Fachverbandes müssen Kindertageseinrichtungen im digitalen Zeitalter in der Lage sein, zu allen Kindern und ihren Familien Kontakte halten und Beratungsleistungen anbieten zu können.

„Gerade jetzt, wo wir alle auf Abstand gehen müssen, ist eine ausreichende digitale Ausstattung unserer Kindertageseinrichtungen unverzichtbar. Regelmäßige Kontakte zu Kindern und zu deren Eltern, und allein schon die Möglichkeit, Bildungsmaterialien oder ganz einfach nur Informationen schnell zu den Familien nach Hause zu bringen – all das erleichtert den Alltag der Familien und wirkt der Einsamkeit der Kinder entgegen. Was wir jetzt investieren, wird sich nach der Krise doppelt auszahlen“, unterstreicht Clemens Bieber, Vorsitzender des KTK-Bundesverbandes. Nach Auffassung des Würzburger Domkapitulars müsse die Krise als Chance genutzt werden, denn das ganze Arbeitsfeld liege in Fragen der Digitalisierung noch weit zurück. „Unserer Auffassung nach ist es dringend erforderlich, ähnlich wie im schulischen Bereich einen „Digital-Pakt Kita“ abzuschließen“, so Clemens Bieber.

Digitale Mündigkeit als Voraussetzung für Chancengleichheit und Mitbestimmung

„Die digitale Ausstattung von Kindertageseinrichtungen ist aber auch aus bildungspolitischer Perspektive ein absolutes Muss“, darauf weist Mirja Wolfs, stellvertretende Vorsitzende des KTK-Bundesverbandes, hin. „Digitale Medien gehören von Geburt an zur Lebenswelt der Kinder“, so Wolfs. Eine gute digitale Ausstattung der Kitas sei vor allem auch deswegen wichtig, weil digitale Mündigkeit eine Voraussetzung für Chancengleichheit und Mitbestimmung sei. „Der Kindertageseinrichtung als erster Bildungsinstitution kommt dabei eine besondere Bedeutung zu“, betont Wolfs. „Manche Kinder lernen den sicheren und kreativen Umgang mit Medien in der Familie, andere aber nicht.“

Damit das gelingt, müsse jetzt die Gelegenheit ergriffen werden, Einrichtungen gut auszustatten und Träger dabei zu unterstützen, nachhaltige Konzepte zu entwickeln. „Die Fachkräfte haben mehr Unterstützung verdient, sie leisten unter widrigen Bedingungen beste Arbeit. Die Krise kann eine Chance sein, die strukturellen Rahmenbedingungen endlich zu verbessern – auch digital“, so Clemens Bieber.

Um pädagogische Fachkräfte und Träger hierbei zu unterstützen, hat der KTK-Bundesverband aktuell die Publikation „Digitale Medien in Kindertageseinrichtungen - ein Thesenpapier für die innerverbandliche Diskussion“ veröffentlicht.

Über den KTK-Bundesverband

Der KTK-Bundesverband ist ein Fachverband des Deutschen Caritasverbandes. In ihm sind rund 8.000 katholische Kindertageseinrichtungen mit über 106.000 pädagogischen Fachkräften organisiert.

Weitere Informationen sind zu finden unter: www.ktk-bundesverband.de

Kontakt

Frank Jansen, Geschäftsführer, Telefon: 0172-7612177, Frank.Jansen@caritas.de

Quelle: Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) - Bundesverband e.V.

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Kommentare (1)

Dr. Erika Butzmann 21 Februar 2021, 15:48

Digitale Medien in den Kitas helfen nicht dabei, dass die Kinder einen verantwortungsbewussten Umgang mit diesen Medien lernen. Denn in der Vorschulzeit ist Verantwortungsbewusstsein noch kaum vorhanden. Die Kinder sehen nur den Spaß dabei, wobei der Spaß beim Spiel mit anderen mehr Verantwortungsbewusstsein hervorbringt. Die in dem Beitrag beschriebenen Gründe für digitale Medien in Kitas zeugen von mangelndem Wissen über die Entwicklung von Kindern und scheinen nur die Hersteller der Geräte im Fokus zu haben.

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