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Kinderschutztage 2019 in Berlin eröffnet: DKSB will Beteiligung von Kindern und Jugendlichen stärken

26.05.2019 Kommentare (0)

Mit einem bunten Bühnenprogramm im Atze Musiktheater ist der Kinderschutzbund (DKSB) in seine jährliche Mitgliederversammlung, die Kinderschutztage, gestartet. In diesem Jahr stehen Beteiligung und Mitsprache von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey erklärte, wie wichtig Kinderrechte im Grundgesetz sind. Auch ein Vertreter der Jugendbewegung Fridays for Future nahm an der Eröffnungsfeier teil.
Zum Auftakt der Veranstaltung forderte DKSB-Präsident Heinz Hilgers, Kinder und Jugendliche stärker in gesellschaftliche Prozesse einzubinden und sie an allen sie betreffenden Entscheidungen zu beteiligen: „Dass Woche für Woche zehntausende Schüler*innen für eine bessere Zukunft auf die Straße gehen, macht uns Mut. Junge Menschen müssen sich einbringen, ihre Anliegen müssen gehört werden, und das nicht nur freitags und nicht nur beim Klimaschutz!“ Der Kinderschutzbund hat für seine Verbandsarbeit in diesem Jahr das Motto „Wir machen Zukunft – Kinder und Jugendliche mischen mit“ ausgegeben. Mit vielfältigen Aktionen und Aktivitäten sollen die Beteiligungsrechte von Kindern bekannt gemacht und gestärkt werden.
Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey betonte: „Kinder und Jugendliche wollen mitreden, wenn es um ihre Interessen und um ihre Zukunft geht. Zu oft entscheiden wir Erwachsene über ihre Köpfe hinweg anstatt mit ihnen zusammen. Dabei wissen Kinder und Jugendliche meist selbst am besten, was gut für sie ist. Wir müssen ihnen nur den Raum geben, zu Wort zu kommen. Deshalb veranstalten wir gerade die JugendPolitikTage und erarbeiten gemeinsam mit jungen Menschen unsere Jugendstrategie. Die Bundesregierung will in dieser Legislaturperiode zudem die Kinderrechte im Grundgesetz festschreiben – die Zeit ist reif dafür. Bis spätestens Ende des Jahres soll ein Vorschlag vorliegen, mit dem wir in das Gesetzgebungsverfahren einsteigen können. So stellen wir sicher, dass bei allen staatlichen Entscheidungen, die Kinder und Jugendliche betreffen, auch deren Interessen berücksichtigt werden – und zwar auf allen Gebieten und auf allen Ebenen: ob im Städtebau, in der Sozialpolitik oder auf dem Arbeitsmarkt, ob in Verwaltung oder Justiz, ob in Kommune, Land oder Bund.“
Vincent Bartolain von Fridays for Future sagte: „Politische Mitbestimmung von jungen Menschen ist in den letzten Jahren viel zu kurz gekommen. Seit einem halben Jahr gehen freitags in Deutschland tausende Schülerinnen und Schüler auf die Straße und streiken für konsequenten Klimaschutz. Gerade in der Klimapolitik haben junge Menschen oft kein Mitbestimmungsrecht, deshalb machen wir auf den Straßen in Deutschland, Europa und weltweit Druck. Dieser Protest muss jetzt in politische Entscheidungsfindungen einbezogen werden, denn es sind die Zukunftsentscheidungen für meine und die folgenden Generationen."
Die Staatssekretärin des Landes Berlin für Bildung, Jugend und Familie, Sigrid Klebba, würdigte die Arbeit des Kinderschutzbundes in einem Grußwort. Anschließend berichtete die Aktivistin und Sprecherin der Grünen Jugend Unna, Sarah Lee Heinrich, von ihren Erfahrungen als Kind im Hartz-IV-Bezug. Aufgelockert wurde die Veranstaltung durch den Auftritt des Chors und der Theatergruppe des DKSB-Landesverbandes Berlin, bevor der Abend mit einem Get-together für alle Gäste ausklang.
Die Kinderschutztage finden jedes Jahr an einem anderen Ort statt. Delegierte aus den über 400 Orts- und 16 Landesverbänden sowie der Bundesvorstand des DKSB beschließen hier gemeinsam die fachpolitischen Programmatiken und Forderungen des Verbandes sowie die Standards für die praktische Arbeit vor Ort. Im Rahmen der bundesweiten Mitgliederversammlung steht in diesem Jahr auch die Wahl des Bundesvorstands an, der ehrenamtlich für den Kinderschutzbund tätig ist.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderschutzbundes vom 10.5.2019

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