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Kinder- und Jugendfilmpreis LEO geht an Maikäfer, flieg!

Bundesjugendministerin Manuela Schwesig hat im Rahmen des 27. Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin den Kinder- und Jugendfilmpreis LEO übergeben. Ausgezeichnet wurde der Film „Maikäfer, flieg!“. Mit 7.500 Euro ist der LEO einer der höchstdotierten Preise für Kinder- und Jugendfilme in Deutschland. Der Siegerfilm wurde von einer Jugendjury benannt. 

„Maikäfer, flieg!“ von Mirjam Unger spielt in Wien kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Film erzählt die Geschichte der achtjährigen Christine, die mit ihrer Familie ausgebombt wird und ihren desertierten Vater verstecken muss. Das Drehbuch basiert auf dem autobiografischen Roman „Maikäfer, flieg!: Mein Vater, das Kriegsende, Cohn und ich“ von Christine Nöstlinger.

In der Begründung ihrer Entscheidung hob die Jugendjury hervor, dass der Film eine unglaublich mitreißende Geschichte erzähle. Hier sei ein schwieriges und ernstes Thema sehr emotional, zugleich aber auch realistisch und anschaulich umgesetzt worden. 

„Ich habe großen Respekt vor der Arbeit der Jugendjury“, betonte Bundesjugendministerin Schwesig. „Sie hatte keine leichte Aufgabe angesichts der Qualität der vorgestellten Filme. Wir müssen junge Menschen ernst nehmen und beteiligen. Deshalb ist es wichtig, dass über die Vergabe des Filmpreises LEO eine unabhängige Jugendjury entschieden hat. Besonders freut mich, dass in der Jury Jugendliche mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung mitgewirkt haben.“ 

Die sieben Mitglieder der Jugendjury – 2017 sind dies ausschließlich Mädchen - kamen aus Deutschland, Syrien, Polen und Moldawien. 

Der Kinder- und Jugendfilmpreis LEO wird seit 2015 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestiftet. Ziel ist es, die selbstbestimmte, reflektierte und inklusive Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen am kulturellen Handlungsfeld Film zu fördern und zu unterstützen. Junge Menschen sollen Medienkompetenz erwerben und lernen, mit Medieninhalten eigenverantwortlich umzugehen. Zugleich ist der Preis eine Anerkennung der Arbeit der Filmemacher und Filmemacherinnen. 

Das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern wird von der LEOfilm-Jugendredaktion begleitet und dokumentiert. Die Jugendlichen werden in einem zweitägigen Workshop mit der Technik vertraut gemacht und in die verschiedenen Formen der Dokumentation eingeführt.

Die Mitarbeit in der Jugendjury oder der Redaktionsgruppe steht allen interessierten Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren offen.

Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 

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