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Kinder suchtkranker Eltern - 3. Strategiekonferenz von NACOA

Hilde von Balluseck

21.02.2012 Kommentare (0)

NACOA Deutschland - Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien e. V. ist 2004 in Berlin als offizielle Partnerorganisation der amerikanischen National Association for Children of Alcoholics (NACoA) gegründet worden und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband, Landesverband Berlin. Die Schauspielerin Katrin Sass ist Schirmherrin von NACOA Deutschland.

Vom 10.-12. Februar fand die 3. Strategiekonferenz in Berlin statt. Ich konnte am ersten Tag teilnehmen und muss gestehen, dass ich noch nie eine solche - im besten Sinne -  demokratische Veranstaltung erlebt habe. Zu Beginn wurden die TeilnehmerInnen ermutigt, sich einzubringen und ihre Anliegen in einem Open-Space-Verfahren zur Diskussion zu stellen. Anwesend waren viele Professionelle, die mit Kindern suchtkranker Eltern arbeiten, betroffene Eltern, aber auch Erwachsene, die immer noch daran leiden, in einer Suchtfamilie aufgewachsen zu sein und selbst zeitweise süchtig waren. Einige WissenschaftlerInnen gab es auch, sie hatten nicht mehr zu sagen als die anderen TeilnehmerInnen. In den Workshops, in denen die Anliegen bearbeitet wurden, konnte jede/r aus seiner/ihrer Perspektive einbringen, was es an Erfahrungen oder Fragen gab. Es gab wenig Selbtdarstellungsnöte, keine Expertenüberheblichkeit, kaum Gelaber. Es herrschte eine große Ernsthaftigkeit gegenüber dem Thema und den Gegenübern.

Die Themen, die die TeilnehmerInnen zu Beginn formulierten, liegen jetzt handschriftlich im Netz vor, hier können Sie sie herunterladen, ebenso wie den Termin für die nächste Konferenz:  http://nacoa.de/images/stories/pdfs/e-doku%20dritte%20strategiekonferenz.pdf

Eigentlich dürfte es einem um die Kinder suchtkranker Eltern nicht bange sein bei diesem Engagement und den Kompetenzen, die sich versammelt hatten. Aber Sucht ist eine tückische Gegnerin, und viele Kinder in der Kita oder der Grundschule werden gar nicht als Kinder suchtkranker Eltern wahrgenommen, weil sie - sehr häufig - gut "funktionieren". Wir bringen demnächst einen Beitrag von einer Expertin zu diesem Thema. Denn es ist wichtig, dass FrühpädagogInnen das Leid der Kinder, das sich unter sehr unterschiedlichen Verhaltensweisen verbirgt, erkennen und dass sie wissen, wie sie darauf reagieren können.

 

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