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Kind mit Goldfischglas

Hendricks zeichnet Projekt "Kinder-Garten" aus

28.06.2016 Kommentare (2)

200 Kindergärten in Deutschland machen Natur erlebbar

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat heute in Berlin das Netzwerk-Projekt "Kinder-Garten im Kindergarten" des Forschungsinstituts für biologischen Landbau e. V. (FiBL) als Vorzeigeprojekt im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Dem Netzwerk gehören 200 Kindergärten in Deutschland an. Wegen seiner besonderen Bedeutung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt wird das Projekt mit rund 1 Million Euro aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt des Bundesumweltministeriums unterstützt. 

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks übergab die Auszeichnung bei einem Besuch des Ina.Kinder.Gartens Habersaathstraße in Berlin, der dem bundesweiten Netzwerk angehört. Dabei verschaffte sie sich auch einen Eindruck davon, wie die Kinder hier täglich Natur erleben können. Hendricks: "Es ist großartig, wenn auch mitten in einer Großstadt wie Berlin Kinder einen Zugang zur Natur finden können. Naturerlebnisse sind wichtig für die kindliche Entwicklung. Wer als Kind die Natur kennen lernen durfte, schätzt sie auch noch als Erwachsener." 

Das bundesweite Netzwerk "Kinder-Garten im Kindergarten" verbindet 200 Kindergärten in der Stadt und auf dem Land. Ziel der Netzwerkaktivitäten ist es, das Bewusstsein für die biologische Vielfalt sowohl bei den Kindern und den Erzieherinnen und Erziehern als auch bei den Eltern der Kinder zu fördern. 

Eine naturnahe Gestaltung des Kindergartengeländes und verschiedene Angebote zum Gärtnern sollen schon den Kleinsten vielseitige Naturerlebnisse ermöglichen. Dadurch soll auch die Grundlage für einen sorgsamen Umgang mit der Natur gelegt werden. Das hierfür erforderliche Wissen erhalten die Erzieherinnen und Erzieher in zahlreichen Workshops, die zu den Themenschwerpunkten Garten, Naturerfahrung und Ernährung durchgeführt werden. Die Veranstaltungen dienen zugleich als Plattform zum Austausch der bisher gemachten Erfahrungen. Die Ergebnisse der Workshops wurden in dem Leitfaden "Naturnah gärtnern – Biologische Vielfalt fördern" und dem Leitfaden "Biologische Vielfalt spielend erleben" veröffentlicht, die auf der Projektwebsite zum Download bereit stehen.

Über die UN-Dekade Biologische Vielfalt 

Die Auszeichnung steht im Zusammenhang mit den internationalen Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011-2020. Die Staatengemeinschaft ruft damit die Weltöffentlichkeit auf, sich stärker für die biologische Vielfalt einzusetzen. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang der Biodiversität in fast allen Ländern der Erde. In Deutschland wird im Rahmen der UN-Dekade jede Woche ein Projekt ausgezeichnet, das einen besonderen Beitrag zur Erhaltung, nachhaltigen Nutzung oder Vermittlung der biologischen Vielfalt leistet. Das Herausstellen und Bekanntmachen guter Beispiele soll viele Menschen anregen, eigene Projektideen zu entwickeln. Über die Auszeichnung entscheidet eine Fachjury.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit vom 14.06.2016

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Kommentare (2)

  • Dikme Gönül:
    24.02.2017 um 06:46 Uhr

    Hallo, bin im Elternbeirat im Eugen-Schumacher Kindergarten. Leider wird unser Kindi am 2019 aus Kostengründen von der Kirche geschlossen. Wir haben aber ein Garten der sehr besonderst und sehr pädagogisch ist, für diesen Garten ist sehr viel Liebe und Kraft aufgebracht worden. Ich wollte für unsere Erzieherinnen die trotz dem Beschluss der Schliessung eine Freude schenken in dem man vielleicht eine Auszeichnung für diesen besonderst schöneb Garten gewinnen. Leider wissen wir nicht was mit dem Garten 2019 passieren wird, dadurch können wir vielleicht den Garten für die Kinder in der öffentlichkeit erhalten. Ich wäre sehr dankbar für Tipps.
    Liebe Grüsse Dikme.

    Antworten

    1. Lisa Jares:
      28.02.2017 um 20:16 Uhr

      Liebe Frau Gönül,
      vielleicht können Sie sich direkt mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in Verbindung setzen. Oder aber der NaBu könnte auch ein Ansprechpartner sein.
      Mit besten Grüßen
      L. Jares

      Antworten


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