mehrere Kinder

Gesundheitsministerium informiert anlässlich des Sozialausschusses zu Coronaschutz in Kitas: Bereits mehr als 5,5 Millionen Selbsttests in Schleswig-Holstein

14.01.2022 Kommentare (0)

KIEL. Gesundheits- und Familienminister Heiner Garg hat heute (13.01) im Sozialausschuss zu den Corona-Schutzmaßnahmen in Kitas informiert. Anlässlich der Befassung betont Garg: „Die Mitarbeitenden in den Kitas, Eltern und Land leisten täglich mit hohem Engagement einen wertvollen Beitrag, damit die Kinder gut und möglichst sicher durch die Pandemie kommen. Das Land unterstützt fortlaufend mit einem umfassenden Maßnahmenpaket. Unter anderem haben wir bereits 5,5 Millionen Selbsttest zur Verfügung gestellt. Allen Mitarbeitenden und insbesondere den Eltern, die die Tests mit hoher Eigenverantwortung für ihre Kinder nutzen, gilt mein herzlicher Dank!“ 

Ein wichtiges Ziel in Schleswig-Holstein in Abstimmung mit den Trägern und Elternvertretungen ist es, die Kinderbetreuungsangebote aufrecht zu erhalten. Zu den vom Land unterstützenden Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit in Kitas gehören unter anderem

  • Die Testpflicht für Kita-Mitarbeitende, die in dieser Woche im Rahmen der Anpassung der Coronaschutzverordnung nochmal ausgeweitet wurde auf 3 Test pro Woche (Ausnahme: geboosterte Personen)
  • Dafür stellt das Land den Mitarbeitenden den zusätzlichen 3. Test zur Verfügung
  • Die Beschaffung und Bereitstellung von Selbsttests an Kita-Eltern, die im Januar ebenfalls nochmals ausgeweitet wurden auf 3 pro Woche (bisher mehr als 5,5 Millionen Selbsttests)
  • Gültige Empfehlungen des Landesjugendamtes u.a. zur Kohortenbildung
  • Förderung der Installation von Luftfiltern
  • Handreichungen zum Umgang mit Quarantäne des Landesjugendamtes
  • Fortlaufende und umfangreiche Information an die Beteiligten durch das Landesjugendamt an die Kitas ( www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/LJA/lja_node.html )

Fragen und Antworten

Hat das Land auch den Schutz in Kitas erhöht im Zuge der Verordnungsänderung in dieser Woche?

Ja. Es wurde die Testfrequenz für Kitamitarbeitende erhöht und es werden zusätzliche Tests für Kita-Mitarbeitende bereitgestellt.

Können auch Familien mehr Selbsttests nutzen?

Ja, auch die Angebote für Eltern zur Testung der Kinder hat das Land erweitert: Im Januar werden dafür bis zu 3 Test pro Woche bereitgestellt.

Ist der bereit gestellte Test für Kinder geeignet?

Ja, die Eignung und Sicherheit im Gebrauch ist bei diesem Test ausdrücklich für Kinder im Rahmen des vorgesehenen Verfahrens nachgewiesen. Es ist ein Antigen-Selbsttest, bei dem mit einem Abstrich aus der Nase eine Probe genommen wird. 

Lehnt das Land sogenannte „Lolli-Tests“ ab?

Nein, das Land lehnt nicht grundsätzlich so genannten Lolli-Tests ab, jedoch sind derzeit (Stand 13.01.) einfach keine für Kinder geeigneten Selbsttests als Lolli-Tests vorhanden, beziehungsweise ist deren Eignung nicht klinisch bestätigt. Auch das Robert-Koch-Institut weist darauf hin, dass sich Speichel gerade nicht für die Untersuchung im Antigentest für Kinder eignet, da auf diese Art nur unzureichende Ergebnisse erzeugt werden. Das Land beobachtet aber die Lage fortlaufend, um gegebenenfalls auch solche Tests nutzen zu können, wenn die Funktion und Sicherheit gegeben und nachgewiesen sein sollte.

Was sind sogenannte „Lolli-Pool-Tests“ und warum werden diese nicht durch das Land verteilt

Anders als bei Antigenschnelltests, die jede Familie selbst zu Hause vor dem Gang in die Kita machen kann, sind sogenannte Lolli-Pool-Test, PCR-Tests, die von einer Kita-Gruppe gemeinsam in der Kita abgenommen werden mit Hilfe von Speichelproben aller Kinder, die gemeinsam in einen Behälter kommen. Nach einer Auswertung durch ein Labor, die in der Regel 1-2 Tage dauert, kann dann nur mitgeteilt werden, ob innerhalb der Gruppe ein Kind positiv getestet ist, nicht aber welches Kind. In der Folge müssen alle Kinder sofort in Selbstisolation bis von jedem in einem zweiten Schritt nochmal ein einzelner PCR-Test erfolgte und nach dessen Auswertung – wieder nach i.d.R. 1-2 Tagen –  bei negativem Ergebnis wieder eine Betreuung stattfinden könnte. Das Verfahren ist damit nicht sehr praktikabel umsetzbar und in Kommunen, die das umgesetzt hatten, bedeutete es für Eltern häufig und wiederholt die Notwendigkeit einer Eigenbetreuung der Kinder. Antigenschnelltests haben den Vorteil, dass mögliche Infektionen bereits vor dem Gang in die Kita entdeckt werden können und damit andere Kinder geschützt werden. Das wäre bei PCR-Pool-Speichel-Tests so nicht möglich. Daneben wären in Deutschland auch nicht genügend Laborkapazitäten vorhanden, um die PCR-Tests derart auszuweiten. Die Entwicklung wird durch das Land grundsätzlich aber weiterhin im Austausch mit den Fachleuten eng verfolgt, um gegebenenfalls Anpassungen am Testmanagement vornehmen zu können.

Quelle: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein

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