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FMKS/Frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen weitet Beratungsangebot aus

20.09.2016 Kommentare (0)

Die 15. Jahreshauptversammlung des Vereins für Frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen FMKS e.V. hat in Kiel zwei erfahrene Expertinnen in die neue Leitung gewählt. Ihre Kompetenzen stärken das Beratungsangebot für Kitas und Schulen zu bilingualen (zweisprachigen) Angeboten und bringen aktuelle Forschung zum „Sprachbad Immersion“ und zur Mehrsprachigkeit ein. Neu im FMKS-Vorstand ist Uta Fischer, ehemalige Rektorin der Claus-Rixen-Schule in Altenholz, Schleswig-Holstein, der ersten staatlichen Grundschule mit Englisch im „Sprachbad Immersion“. Ab Klasse 1 werden alle Fächer außer Deutsch in englischer Sprache unterrichtet. 
Ebenfalls neu im FMKS-Vorstand ist Dr. Anja Steinlen, Sprachwissenschaftlerin am Lehrstuhl für Fremdsprachendidaktik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Zu ihrer Forschung über den Erstsprach- und Mehrsprachenerwerb in Krippen, Kitas und Schulen sagt Steinlen: „Insbesondere Kinder mit einer anderen Familiensprache als Deutsch ist ein Besuch einer bilingualen Einrichtung anzuraten, da die neue Sprache dort sehr anschaulich vermittelt, gleichzeitig aber die deutsche Sprache altersgemäß erworben wird. Der Spracherwerb ist keine Einbahnstraße. Bilinguale Verbundprogramme vom Kindergarten bis zur weiterführenden Schule haben sich als besonders effektiv erwiesen, weil es keine Brüche in der Sprachbiographie der Kinder gibt.“
Im Vorstand bestätigt wurden Professor Dr. Henning Wode, Dr. Annette Lommel (Vorsitzende) und Christian Keitel. Wode, Sprachwissenschaftler und ehemaliger Lehrstuhlinhaber am Englischen Seminar der Christian Albrechts Universität Kiel: „Das Sprachbad Immersion ist das weltweit erfolgreichste Verfahren, Sprachen zu lernen. Vorbehalte wie ´Ein Kind muss erstmal Deutsch lernen´ oder ´Ein kleines Kind ist mit mehreren Sprachen überfordert´ erweisen sich als unbegründet, wenn man die Forschung dazu betrachtet.“ Lommel: „Die Zahl der zweisprachigen Kitas hat sich in 10 Jahren verdreifacht und die der bilingualen Grundschulen in 11 Jahren. Wir sind sicher, dass der FMKS dazu einen wichtigen Beitrag geleistet hat.“ Barbara Ratschow ist neue Geschäftsführerin. Die Englischlehrerin hat in Rom gelebt und hautnah erfahren, wie schnell Kinder eine neue Sprache im „Spachbad“ lernen.
Der Vorstand des FMKS stellte die Schwerpunkte für das nächste Jahr vor. Der FMKS wird seine Beratungskompetenz zur Mehrsprachigkeit noch stärker einbringen. Bestehende Kooperationen sowie die Forschung zeigen, dass bilinguale Verbundangebote für die Sprachenbiographie der Kinder besonders förderlich sind. Verbundangebote beginnen in Krippe oder Kita und werden nahtlos in der Grundschule und weiterführenden Schule fortgesetzt.
Weitere Schwerpunkte des FMKS sind neben seiner Weiterentwicklung die Vorbereitung eines 6. Fachtags zur Mehrsprachigkeit auf der didacta Bildungsmesse in Stuttgart am 16.02.2017. Neue Herausforderungen liegen darin, Kinder mit anderen Erstsprachen als Deutsch in beiden Sprachen zu stärken und ihnen gleichfalls zu ermöglichen, moderne Fremdsprachen zu erwerben.
Ziele des FMKS sind: bei den Beteiligten an Bildungsprozessen in Kita und Schule, aber auch bei den dafür politisch Verantwortlichen, das Bewusstsein für die Bedeutung früher Mehrsprachigkeit in Kita und Grundschule zu wecken, das Wissen über Spracherwerb in der Gruppe dieser Entscheider mit der Bereitstellung wissenschaftlicher Ergebnisse zu erweitern und so Vorurteile abzubauen, die Immersion, das „Sprachbad“, als weltweit erfolgreichstes Verfahren, eine Sprache zu erlernen, bekannt zu machen und bei der Implementierung an Kitas und Schulen Hilfestellung zu geben.
Der FMKS ist derzeit der größte Verein in Deutschland, der sich für frühe Mehrsprachigkeit engagiert.
Ratsuchende wenden sich bitte per E-Mail an fmks@fmks.eu

Quelle: Pressemitteilung von Frühe Mehrsprachigkeit an Kindertageseinrichtungen und Schulen / FMKS e.V. vom 24.8.2016

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