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„Deutschland rundet auf" initiiert Dialog zur Kinderarmut in Deutschland

07.11.2015 Kommentare (0)

 Für jedes fünfte Kind in Deutschland ist Armut alltägliche Lebensrealität. Die im Mai erschienene Bertelsmann-Studie zur Kinderarmut hat wieder gezeigt, dass die aktuellen Fördersysteme nicht wirkungsvoll greifen und Millionen Kinder keine ausreichenden Chancen auf Bildung und zur gesellschaftlichen Teilhabe haben. Die aktuelle Zuwanderung von hunderttausenden Flüchtlingskindern verstärkt dramatisch den Handlungsdruck.

„Gemeinsam gegen Kinderarmut" – Diese Herausforderung diskutierten am 4. November in Berlin Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft vor rund 50 Gästen, darunter auch Daniela Schadt, mit dem Ziel einer besseren Verzahnung des gemeinschaftlichen Engagements. Initiator dieses Dialogs ist die unabhängige Spendenbewegung Deutschland rundet auf.

„Kinderarmut ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das uns alle angeht.", so Nina Jäcker, Geschäftsführerin von Deutschland rundet auf, in ihrer Eröffnungsrede. Prof. Dr. Sabine Andresen, Autorin der Bertelsmann-Studie „Kinder. Armut. Familie." schilderte in ihrer Keynote die breite Dimension des Problems, insbesondere die enorme Einschränkung der Handlungsspielräume von Armut betroffener Familien: „Erziehung unter Armutsbedingungen bedeutet für Eltern, ihren Kindern täglich den Mangel zu erklären."

Dr. Franziska Giffey, Bezirksbürgermeisterin von Neukölln, fordert eine stärkere staatliche Koordination des Ehrenamts: „Das insgesamt große Engagement aus der Zivilgesellschaft, sozialer Armut etwas entgegenzusetzen, kann noch mehr Wirkung entfalten, wenn es staatlich unterstützt und begleitet wird. Wir brauchen Institutionen und Menschen aus öffentlichen und privaten Bereichen, die als Partner zusammenarbeiten. Wir sehen insbesondere auch in der Flüchtlingskrise mit hunderttausenden betroffenen Kindern, dass Ehrenamt Hauptamt braucht. Hilfsangebote müssen koordiniert, Angebote und Bedarf zusammengebracht werden."

Rose Volz-Schmidt, Gründerin und Geschäftsführerin von wellcome, sieht die Notwendigkeit einer Sozialwende: „Die Bekämpfung der großen sozialen Probleme unsere Zeit – wie die steigende Kinderarmut in Deutschland – muss sich radikal am Problem und den Betroffenen sowie an der Wirkamkeit des Handelns orientieren. Barrieren, wie verkrustete Strukturen oder mangelnde Kooperationsbereitschaft, müssen überwunden werden, um die wirkungsvolle Verbreitung und nachhaltige Umsetzung sozialer Innovation gemeinsam zu fördern."

Quelle: OTS: DEUTSCHLAND RUNDET AUF vom 4.11.2015

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