ErzieherIn.de
mehrere Kinder

Alice Salomon Poetik Preis für Christoph Szalay

19.01.2019 Kommentare (0)

Im Rahmen ihres Neujahrsempfangs am 19. Januar 2019 verleiht die Alice Salomon Hochschule Berlin den Poetik Preis an Christoph Szalay

"Konsequent interdisziplinär, außerordentlich facettenreich und vielseitig kollaborativ", so würdigte die Jury den diesjährigen Preisträger Christoph Szalay. Der Alice Salomon Poetik Preis wird im Rahmen des Neujahrsempfangs der Hochschule am 19.01.2019 in der Berlinischen Galerie verliehen. Neben einer Autorenlesung stehen die Neujahrsansprache der Rektorin der ASH Berlin, Prof. Dr. Bettina Völter, die Jurybegründung des Literaturkritikers Angelo Algieri, die Laudatio der Autorin Natascha Gangl sowie Musik von Golden Diskó Ship auf dem Programm des Festaktes.

Der Alice Salomon Poetik Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 6.000,00 Euro verbunden. Darüber hinaus erhalten die Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, ihre literarische Arbeitsweise im Rahmen einer Vorlesung darzulegen und die Südfassade der Hochschule zu gestalten.

Unser Hochschulparlament hat sich genau vor einem Jahr entschlossen, die Fassade, auf der von Sommer 2011 bis Dezember 2018 ein Gedicht des Preisträgers Eugen Gomringer stand, weiterhin den Preisträger_innen zur Verfügung zu stellen“, erläutert die Rektorin der Alice Salomon Hochschule Bettina Völter. „Seit Ende Dezember können wir eine Arbeit von Barbara Köhler an der Fassade sehen. Sie hat sie eigens für die ASH Berlin gestaltet, in Reflexion der Fassadendebatte aber auch bezugnehmend auf unseren inhaltlichen Auftrag einer Hochschule für Soziale Arbeit, Gesundheit und Erziehung und Bildung. Eine Intention unseres Beschlusses war, den Alice Salomon Poetik Preis noch deutlicher mit dem Hochschulleben und dem Profil der ASH Berlin zu verbinden. Insofern freuen wir uns auf die Begegnung mit Christoph Szalay.

Zum Preisträger

Christoph Szalay ist 1987 in Graz geboren. Er absolvierte das Studium der Germanistik an der Universität Graz sowie Kunst im Kontext an der Universität der Künste in Berlin. Er ist Lyriker, Künstler und Kurator sowie seit 2017 Literaturbeauftragter des Forum Stadtpark in Graz. Neben den Publikationen „Asbury Park, NJ“,  „flimmern“ sowie „stadt / land / fluss“ sind seine Werke in verschiedenen Literaturzeitschriften (etwa in LICHTUNGEN), Anthologien (z.B. „Lyrik von Jetzt 3“) und im Rundfunk erschienen.

Szalay: „Der Preis ist so wichtig, weil er das Potential von Hybridformen und Intertextualitäten ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellt. Angesichts der Hegemonie von Prosa in allen Spiel- und Erzählformen ist ein Preis, der sich explizit an eine interdisziplinäre Arbeitsweise in und aus der Literatur heraus wendet, etwas Großartiges.

Die Begründung der Jury

Die Jury des Alice Salomon Poetik Preises würdigt Szalay als „einen Autor, der seit Beginn seines Schaffens konsequent interdisziplinär arbeitet: Sei es in der Lyrik, Performance oder Erstellung von Installationen.“ Hervorgehoben wird dabei der „außerordentliche Facettenreichtum Szalays, der auf meisterliche Art Zitate aus Kunst, Literatur, Rock-Musik und Hip Hop, Alltagssprache und Social Media gleichwertig verwendet, sie in einen neuen Kontext setzt, den Leser irritiert.“ Schließlich beschreibt die Jury Szalay als lyrischen „Grenzgänger“, der gemeinsam mit unterschiedlichen Kunstschaffenden – u.a. Performance- und Klangkünstlern, Bühnenbildnern sowie Illustratoren – Werke realisiert. Besonders hervorgehoben wird sein Schaffen als Kurator und Herausgeber: „Mit seiner Auswahl bezieht er auch außerhalb seiner Werke politisch Position.“  

Zum Poetik Preis

Mit dem Alice Salomon Poetik Preis zeichnet die Alice Salomon Hochschule Berlin Künstlerinnen und Künstler aus, die durch ihre besondere Formensprache und Vielfalt zur Weiterentwicklung der literarischen, visuellen sowie akustischen Künste beitragen und dabei immer interdisziplinär arbeiten und wirken. Die Berliner Hochschule für Soziale Arbeit, Gesundheit sowie Erziehung und Bildung im Kindesalter führte 2006 den Masterstudiengang „Biografisches und Kreatives Schreiben“ ein – im Zuge dessen wurde der Alice Salomon Poetik Preis erstmalig 2007 vergeben. Bisher erhielten elf Künstlerinnen und Künstler den Preis: Gerhard Rühm, Michael Roes, Rebecca Horn, Valeri Scherstjanoi, Eugen Gomringer, Emine Sevgi Özdamar, Andreas Steinhöfel, Franz Hohler, Volker Ludwig, Elfriede Czurda und Barbara Köhler.

Termin und Interview-Möglichkeiten 

Termin: 19. Januar 2019, 19:00 Uhr
Ort: Berlinische Galerie - Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin
Anmeldung unter: poetikpreis@ash-berlin.eu

Quelle: ASH Berlin

Ihre Meinung ist gefragt!

Wir freuen uns über Kommentare.

Kommentare (0)


Kommentar schreiben



Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Erlaubte Tags: <strong><em><br>Kommentar hinzufügen:


Bitte schreiben Sie freundlich und sachlich. Ihr Kommentar wird erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet.




Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Hinweise zum Datenschutz finden Sie im Impressum.

ErzieherIn.de wird gefördert von:

Wehrfritz

Seit über 80 Jahren ist Wehrfritz Komplettausstatter für Krippen und Kindergärten. Das Sortiment umfasst innovative Möbel, Raumkonzepte, Außenspielgeräte, ausgewählte Spiel- und Lernmaterialien.
www.wehrfritz.de

Stellenmarkt

19.08.2019 Kinderpfleger (w/m/d) für Kindertagesstätte, Diedorf
Markt Diedorf
19.08.2019 Mitarbeiter (w/m/d) für ambulant betreutes Wohnen, Bonn
Bonner Verein für gemeindenahe Psychiatrie e.V.
19.08.2019 Pädagogische Fach- und Ergänzungskräfte (w/m/d) im Bereich Hilfen zur Erziehung, Bonn
Jugendfarm Bonn e.V.
weitere Stellen

Newsletter für Fachkräfte

Alle zwei Monate kostenlose Infos jetzt abonnieren.

Aktuelle Rezensionen

Buchcover

Susanne Viernickel, Anja Voss, Elvira Mauz: Arbeitsplatz Kita. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2017. 202 Seiten. ISBN 978-3-7799-3313-7.
Rezension lesen   Buch bestellen

Buchcover

Holger Brandes, Markus Andrä, Wenke Röseler u.a.: Macht das Geschlecht einen Unterschied? Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2016. 197 Seiten. ISBN 978-3-8474-0616-7.
Rezension lesen   Buch bestellen

weitere Rezensionen

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Feed Icon RSS-Feed abonnieren
RSS der Kommentare abonnieren

Feed Icon Folgen Sie uns auf Facebook

Nutzen Sie auch die Angebote unseres Herausgebers socialnet: