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(Vor-)Lesen mal anders: Welche Apps sind kindgerecht?

14.10.2015 Kommentare (0)

Nicht nur zur Frankfurter Buchmesse stehen Lese-Apps für Kinder im Fokus. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht", der Medienratgeber für Familien, empfiehlt Eltern, Geräte zu sichern und Apps zu prüfen, bevor sie diese mit ihrem Kind entdecken.

Digitale Angebote für Kinder nehmen rasant zu. Viele Verlage bieten Apps, die Geschichten mit Geräuschen, Animationen und Spielen erlebbar machen. Sie faszinieren oft schon die Jüngsten, zumal sie mit intuitiven Handbewegungen leicht zu bedienen sind. „Gerade bei Kleinkindern ist es wichtig, dass sie mobile Geräte nur in Begleitung der Eltern nutzen und die Inhalte gut ausgewählt sind. Am besten machen sich Eltern ein eigenes Bild von der App, nutzen sie mit ihrem Kind und beobachten dessen Reaktion", so Kristin Langer, SCHAU HIN!-Mediencoach.

Interaktiv, ohne abzulenken

Gute Apps sind einfach aufgebaut, haben eine selbsterklärende Navigation etwa über Symbole oder eine gesprochene Anleitung, haben einen Lerneffekt, animieren zur Interaktion und enthalten spielerische Elemente, die den Inhalt veranschaulichen, ohne zu sehr davon abzulenken. Sie sind frei von ängstigenden Inhalte oder Werbung sowie idealerweise auch von In-App-Käufen und Verlinkungen zu sozialen Netzwerken oder zum App-Shop. Die App verfügt am besten über eine verständliche, an- und abschaltbare Erzählstimme und ermöglicht die persönliche Gestaltung. So können Kinder und Eltern etwa ihre eigene Stimme aufnehmen, um selbst zu den Bildern erzählen.

Altersgerecht und mit Lerneffekt

Für Kindergartenkinder ab drei Jahren sind einfache Kinderbuch-Apps und Spiele-Apps zu empfehlen, da schnelle und laute Anwendungen sie überfordern können. Für Grundschulkinder eignen sich interaktive Lese-Apps, die das Lesenlernen spielend fördern, etwa indem sie vorgelesene Wörter synchron hervorheben. Von Vorteil ist es, wenn Wörter erklärt werden sowie Übungen zu Rechtschreibung und Grammatik angeboten werden. Hier können Eltern darauf achten, dass die App auch zum Schulstoff passt und ihrem Kind den sicheren Umgang mit mobilen Geräte näher bringen, um mit der Lese- auch die Medienkompetenz zu fördern. Bei älteren Kindern und Jugendlichen sind E-Books zu empfehlen, die sich thematisch an ihrer Lebenswelt orientieren.

Geräte kindgerecht sichern

Grundsätzlich ist bei Kindern bis etwa zwölf Jahren die Installation von Apps noch Aufgabe der Eltern, das Internet und andere Datenverbindungen sind besser ausgeschaltet. Um die mobilen Geräte kindersicher zu machen, eignen sich Sicherheitseinstellungen und Jugendschutz-Apps. So vermeiden Eltern, dass ihr Kind ungeeignete Apps und Webseiten öffnet.

Ausgleich schaffen

Wichtig ist, dass auch andere Aktivitäten ihren festen Platz im Familienalltag haben. Denn die digitale Welt kann das Spielen, Treffen mit Freunden oder das gemeinsame (Vor-)Lesen nicht ersetzen. So passt zur Tier-App ein Besuch im Zoo, um digitale mit realen Erfahrungen zu verbinden.

Empfehlungen beachten und Jugendschutzprogramme aktivieren
Konkrete Tipps zu Sicherheitseinstellungen und Jugendschutz-Apps für portable Geräte sowie App-Tipps für Kinder bietet SCHAU HIN! auf www.schau-hin.info im Bereich „Mobile Geräte". Letztere finden sich auch bei app-tipps.net, „Handysektor", der Stiftung Lesen bzw. bei „Lesestart" sowie in der Datenbank „Apps für Kinder" (www.datenbank-apps-fuer-kinder.de).

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht." ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programm-zeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Quelle: SCHAU HIN!

 

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