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Was Eltern beim Kinobesuch ihrer Kinder beachten sollten

14.12.2016 Kommentare (0)

„Phantastische Tierwelten und wo sie zu finden sind“, der neue Film der Harry Potter-Autorin J. K. Rowling, begeistert im Moment nicht nur Fans des berühmten Zauberlehrlings. Doch ist der Film nicht für Kinogänger jeden Alters geeignet. Worauf Eltern bei einem Kinobesuch ihrer Kinder achten sollten und wo sie sich über altersgerechte Filme informieren können, sagt „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“.

„Kinder erleben Filme im Kino ganz anders als Zuhause: Es ist dunkel, der Ton laut, die Leinwand groß und die Umgebung nicht vertraut. Gerade deshalb eignet sich ein Kinobesuch erst für filmerfahrene Kinder ab dem Vorschulalter“, so SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. 

Altersempfehlungen beachten
Die Altersfreigaben der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) sind im Kino deutlich angebracht und auch verbindlich, sagen jedoch nichts über die Qualität und Eignung aus, sondern nur ob dieser Film beeinträchtigende Szenen enthält. Altersempfehlungen bieten Portale wie kinderfilmwelt.de und flimmo.de für Kinder sowie top-videonews.de und kinofenster.de für Jugendliche. Eltern können sich mit ihren Kindern gemeinsam über Filme auf diesen Seiten informieren. Besonders zu empfehlen sind Filme, die das Prädikat „wertvoll“ oder „besonders wertvoll“ von der Jury der Deutschen Film- und Medienbewertung (fbw-filmbewertung.com) erhalten haben. 

Filme gut auswählen
Wie beim Fernsehen, gilt auch für das Kino: Für jüngere Kinder eignen sich einfache Geschichten aus der Perspektive Gleichaltriger, bei denen sich spannende und entspannende Szenen abwechseln, positiv enden und nicht zu lange sind, um nicht zu überfordern. Sind sich Eltern unsicher, können sie den Kinoabend nach Hause verlegen und den Film in zwei Teilen anschauen. 

Kinder begleiten
Laut Jugendschutzgesetz dürfen Kinder unter sechs Jahren ohne Begleitung nicht ins Kino.
Die „Parental Guidance“-Regelung erlaubt Eltern, mit Kindern ab sechs Jahren in Kinofilme zu gehen, die ab zwölf Jahren freigegeben sind. Dies erfordert aber, dass Eltern sich gründlich über den Film informieren. Kinder zwischen sechs und 13 Jahren dürfen allein einen Kinofilm ansehen bei Vorstellungsende bis 20 Uhr. Gerade bei jüngeren Kindern bis neun Jahre sollten Eltern dennoch dabei sein und auch bei älteren Kindern auf passende Filme und Kinozeiten achten. So muss der Film für Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren um 22 Uhr zu Ende sein.

Kinder beruhigen
Bei aufregenden Situationen ist es völlig normal, wenn Kinder unruhig auf dem Sitz hin und her rutschen oder laut das Geschehen kommentieren. Manchmal hilft es, wenn Eltern ihr Kind auf den Schoß nehmen oder Kinder sich die Augen zuhalten. Im Notfall kann man das Kino verlassen und sich gemeinsam ein passendes Ende überlegen. 

Anregungen bieten
Wichtig ist, dass sich Eltern bei jüngeren Kindern Zeit für den gemeinsamen Ausklang nehmen. Denn Filme werfen bei Kindern viele Fragen auf. Diese können Eltern gemeinsam erörtern, indem sie die Figuren in Erinnerung rufen, die Handlung nacherzählen lassen und entscheidende Momente diskutieren. Hat der Filme bestimmte Themen angeregt, können Eltern passende Bücher, einen Besuch im Museum oder Park anbieten. Um die angeregte Fantasie kreativ auszuleben, können Familien verkleidet Filmszenen nachspielen, nachmalen, nachdrehen oder eine Fotostory dazu basteln.

Quelle: Pressemitteilung „SCHAU HIN!

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