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Erste Papilio-Zertifizierung in Finnland

20.02.2017 Kommentare (0)

Im Januar wurden in Finnland 83 pädagogische Fachkräfte aus fünf Kindertagesstätten als Papilio-Erzieherinnen zertifiziert. Seit Juni 2015 haben sie die Fortbildung in dem Augsburger Sucht- und Gewaltpräventionsprogramm bei ihren finnischen Trainerinnen durchlaufen und die Papilio-Maßnahmen in ihren Einrichtungen in Jyväskylä, Uusikaupunki und Rauma umgesetzt. Nun erhielten sie ihre Zertifikate im Rahmen von zwei Zertifizierungsfeiern. Langfristig soll Papilio im ganzen Land eingeführt werden. Kitas in weiteren Orten Finnlands haben bereits mit der Fortbildung begonnen. 

Fortgebildet wurden die Fachkräfte von Iiris Björnberg, Ursula Nystedt, Merja Koivula und Marita Neitola. Sie habe sich in Augsburg zu Papilio-Trainerinnen fortbilden lassen, um das Programm den Erzieherinnen in Finnland vermitteln zu können. Iiris Björnberg ist die Initiatorin, die das Sucht- und Gewaltpräventionsprogramm nach Finnland holte, denn bis 2015 gab es dort kein vergleichbares ganzheitliches Programm, das die sozial-emotionalen Kompetenzen von Kindergartenkindern fördert. Sie hatte 2009 bei einer Fachkonferenz zu Amokläufen von Professor Dr. Herbert Scheithauer von der Freien Universität Berlin von der wirksamen Prävention durch Papilio erfahren. Seitdem hat sie daran gearbeitet, Papilio in finnischen Kitas zu etablieren, und es ist ihr mit Bravour gelungen. Unterstützung fand sie beim finnischen Bildungs- und Kulturministeriums, verschiedenen Stiftungen und anderen Sponsoren. Prof. Marja-Leena Laakso, die Dekanin der pädagogischen Fakultät an der Universität Jyväskylä, begleitet die Implementierung in Finnland wissenschaftlich, in enger Kooperation mit Prof. Scheithauer. 

Heidi Scheer, die geschäftsführende erste Vorsitzende von Papilio e.V., war zu den Zertifizierungsfeiern in Finnland: „Die finnischen Erzieherinnen haben mir von ihren Erfahrungen mit Papilio berichtet. Sie erleben, wie sie durch die Papilio-Maßnahmen auch bei Kindern, die sie als schwierig erleben, etwas erreichen. Die Kinder sprechen miteinander über Gefühle, sie gehen empathischer miteinander um.“ 

Bereits jetzt profitieren etwa 460 Kinder in Finnland von dem Programm, das nachweislich die sozial-emotionalen Kompetenzen von Kindergartenkindern stärkt. Aktuell werden die Erzieherinnen von weiteren sieben Kindergärten in Jämsä in dem Präventionsprogramm fortgebildet. Langfristig soll Papilio in Kitas im ganzen Land implementiert werden. Dazu hat Iiris Björnberg den Unterstützerverein „Lapset ensin“ (Kinder zuerst) ins Leben gerufen. „Finnland ist für andere Länder oft Vorbild bei der Bildung aufgrund der guten Pisa-Ergebnisse. Die Kinder brauchen aber nicht nur gute Noten, sondern auch die Fähigkeit, mit sich, mit den eigenen Gefühlen und miteinander umzugehen, Konflikte zu lösen, Selbstwirksamkeit, Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten zu entwickeln“, so Björnberg. „Sucht und Delinquenz, Suizide bei Jugendlichen sind Alarmzeichen, dass die Kinder Unterstützung brauchen, um die Soft Skills zu lernen, die sie dringend für die Bewältigung wichtiger Entwicklungsaufgaben brauchen. Mit Papilio erwerben die Kinder schon früh solche Basiskompetenzen, die sie später vor Gewalt und Sucht im Jugendalter schützen.“

Über Papilio: 
Das Sozialunternehmen Papilio e.V. bietet ein Präventionsprogramm gegen die Entwicklung von Sucht und Gewalt, das in Kitas ansetzt. Das Programm ist vielfach praxiserprobt; seine Wirksamkeit ist wissenschaftlich belegt. Es bezieht Erzieherinnen, Kinder und Eltern mit ein. Kinder lernen spielerisch soziale Regeln, den Umgang miteinander und gewaltfreies Lösen von Konflikten. Insgesamt reduziert das Papilio-Kindergartenprogramm erste Verhaltensauffälligkeiten und fördert die sozial-emotionale Kompetenz. Diese beiden Aspekte bilden einen grundlegenden Schutz gegen Risiken, die zu Sucht und Gewalt führen. In Deutschland erreicht das Programm inzwischen rund 133.000 Kinder. Mehr als 6.600 Erzieherinnen wurden dafür geschult. Weitere Informationen unter www.papilio.de  


Für weitere Informationen:
Papilio e.V.Im Januar wurden in Finnland 83 pädagogische Fachkräfte aus fünf Kindertagesstätten als Papilio-Erzieherinnen zertifiziert. Seit Juni 2015 haben sie die Fortbildung in dem Augsburger Sucht- und Gewaltpräventionsprogramm bei ihren finnischen Trainerinnen durchlaufen und die Papilio-Maßnahmen in ihren Einrichtungen in Jyväskylä, Uusikaupunki und Rauma umgesetzt. Nun erhielten sie ihre Zertifikate im Rahmen von zwei Zertifizierungsfeiern. Langfristig soll Papilio im ganzen Land eingeführt werden. Kitas in weiteren Orten Finnlands haben bereits mit der Fortbildung begonnen. 

Fortgebildet wurden die Fachkräfte von Iiris Björnberg, Ursula Nystedt, Merja Koivula und Marita Neitola. Sie habe sich in Augsburg zu Papilio-Trainerinnen fortbilden lassen, um das Programm den Erzieherinnen in Finnland vermitteln zu können. Iiris Björnberg ist die Initiatorin, die das Sucht- und Gewaltpräventionsprogramm nach Finnland holte, denn bis 2015 gab es dort kein vergleichbares ganzheitliches Programm, das die sozial-emotionalen Kompetenzen von Kindergartenkindern fördert. Sie hatte 2009 bei einer Fachkonferenz zu Amokläufen von Professor Dr. Herbert Scheithauer von der Freien Universität Berlin von der wirksamen Prävention durch Papilio erfahren. Seitdem hat sie daran gearbeitet, Papilio in finnischen Kitas zu etablieren, und es ist ihr mit Bravour gelungen. Unterstützung fand sie beim finnischen Bildungs- und Kulturministeriums, verschiedenen Stiftungen und anderen Sponsoren. Prof. Marja-Leena Laakso, die Dekanin der pädagogischen Fakultät an der Universität Jyväskylä, begleitet die Implementierung in Finnland wissenschaftlich, in enger Kooperation mit Prof. Scheithauer. 

Heidi Scheer, die geschäftsführende erste Vorsitzende von Papilio e.V., war zu den Zertifizierungsfeiern in Finnland: „Die finnischen Erzieherinnen haben mir von ihren Erfahrungen mit Papilio berichtet. Sie erleben, wie sie durch die Papilio-Maßnahmen auch bei Kindern, die sie als schwierig erleben, etwas erreichen. Die Kinder sprechen miteinander über Gefühle, sie gehen empathischer miteinander um.“ 

Bereits jetzt profitieren etwa 460 Kinder in Finnland von dem Programm, das nachweislich die sozial-emotionalen Kompetenzen von Kindergartenkindern stärkt. Aktuell werden die Erzieherinnen von weiteren sieben Kindergärten in Jämsä in dem Präventionsprogramm fortgebildet. Langfristig soll Papilio in Kitas im ganzen Land implementiert werden. Dazu hat Iiris Björnberg den Unterstützerverein „Lapset ensin“ (Kinder zuerst) ins Leben gerufen. „Finnland ist für andere Länder oft Vorbild bei der Bildung aufgrund der guten Pisa-Ergebnisse. Die Kinder brauchen aber nicht nur gute Noten, sondern auch die Fähigkeit, mit sich, mit den eigenen Gefühlen und miteinander umzugehen, Konflikte zu lösen, Selbstwirksamkeit, Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten zu entwickeln“, so Björnberg. „Sucht und Delinquenz, Suizide bei Jugendlichen sind Alarmzeichen, dass die Kinder Unterstützung brauchen, um die Soft Skills zu lernen, die sie dringend für die Bewältigung wichtiger Entwicklungsaufgaben brauchen. Mit Papilio erwerben die Kinder schon früh solche Basiskompetenzen, die sie später vor Gewalt und Sucht im Jugendalter schützen.“

Über Papilio: 
Das Sozialunternehmen Papilio e.V. bietet ein Präventionsprogramm gegen die Entwicklung von Sucht und Gewalt, das in Kitas ansetzt. Das Programm ist vielfach praxiserprobt; seine Wirksamkeit ist wissenschaftlich belegt. Es bezieht Erzieherinnen, Kinder und Eltern mit ein. Kinder lernen spielerisch soziale Regeln, den Umgang miteinander und gewaltfreies Lösen von Konflikten. Insgesamt reduziert das Papilio-Kindergartenprogramm erste Verhaltensauffälligkeiten und fördert die sozial-emotionale Kompetenz. Diese beiden Aspekte bilden einen grundlegenden Schutz gegen Risiken, die zu Sucht und Gewalt führen. In Deutschland erreicht das Programm inzwischen rund 133.000 Kinder. Mehr als 6.600 Erzieherinnen wurden dafür geschult. Weitere Informationen unter www.papilio.de  

Quelle: Pressemitteilung Papilio e.V.

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