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Gruppe von erwartungsfrohen Kindern

Apps zusammen einrichten

Ob WhatsApp, Instagram oder Snapchat, Kinder und Jugendliche nutzen ihr Smartphone vor allem zur Kommunikation. Wichtig ist aber, dass Eltern mit ihrem Kind Apps prüfen und einrichten sowie Vereinbarungen treffen, um Daten und Privatsphäre zu schützen, empfiehlt „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“, der Medienratgeber für Familien.

Chat-Apps sind beliebt bei Heranwachsenden und oft der Grund für den Wunsch nach einem Smartphone. Doch viele Eltern sind besorgt, was den sozialen Druck, die geringe Kontrollmöglichkeit und den unzulänglichen Jugend- und Datenschutz betrifft. Die bekannten Dienste sind ohnehin laut AGB der Anbieter erst ab 13 Jahren erlaubt, prüfen jedoch nicht verlässlich das Alter. „Es ist wichtig, dass Eltern sich vorab über die App informieren, sie zusammen mit dem Kind einrichten, Nutzungsregeln vereinbaren und im Gespräch bleiben, mit wem das Kind Kontakt hält“, rät SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. 

Nutzerrechte und AGB checken
Gerade bei Smartphone-Einsteigern ist das Installieren von Apps Elternsache. Eltern können in den Stores den Download von Apps mit einem Passwort sichern. Vor der Installation können sich Eltern etwa bei schau-hin.info oder handysektor.deüber die App informieren. Wichtig ist, auf die Zugriffsrechte, die AGB und die Datenschutzbestimmungen zu achten, um zu prüfen, welche Daten wie genutzt werden. Eltern können auch Alternativen wie Threema anbieten, die laut Stiftung Warentest besser beim Datenschutz abschneiden. Gerade für Kinder geeignet ist auch die Seitenstark-Chat-App mit moderierten Chats.

Einstellungen prüfen
Nach dem Download sind alle möglichen Einstellungen zu prüfen. Statusanzeige und Profilbild sind bei WhatsApp so auszuwählen, dass sie wenig über die eigene Person verraten, und nur „Kontakten“ angezeigt werden. Bei der Anzeige, wann man zuletzt online war, besser „niemand“ anwählen, um keine Rückschlüsse auf das Nutzungsverhalten zuzulassen. Bei Instagram ist das Konto auf „privat“ zu stellen. Auch bei Snapchat kann man einstellen, dass nur Freunde einen kontaktieren und eigene „Geschichten“ sehen können. Zudem die Option „Anderen erlauben, mich über meine Handynummer zu finden“ ausstellen. Die Weitergabe des Standorts am Gerät ausstellen. Weitere Tipps zu Sicherheitsanstellungen: www.schau-hin.info/sicherheit.

Chat-Regeln vereinbaren
Wichtig ist, dass Eltern mit ihrem Kind Chat-Regeln festlegen, um Risiken zu mindern: respektvoll sein, Persönliches schützen, keine unpassenden Inhalte verbreiten, aus Gruppen austreten, in denen solche kursieren, misstrauisch bei fremden Kontakten sein, unangenehme Dialoge sofort beenden, Störer blockieren und den Eltern Bescheid geben. Eltern können dann je nach Schwere weitere Schritte überlegen, Screenshots als Beweise machen und Nutzer den Betreibern der Dienste oder auch externen Stellen wie jugendschutz.netinternet-beschwerdestelle.de oder der Polizei melden. 

Daten schützen 
Nachrichten können leicht weitergeleitet oder veröffentlicht werden und in Hände Dritter gelangen. Zudem sind Posts bei Instagram auch über den Browser öffentlich einsehbar. Deshalb keine persönlichen Daten wie private Bilder, die eigenen Messenger-Kennung oder Telefonnummer öffentlich posten oder weitergeben. 

Nicht immer „on“ sein
Man muss nicht ständig verfügbar und up to date sein. Eltern können mit ihrem Kind dazu Regeln wie handyfreie Zeiten etwa beim Essen, bei den Hausaufgaben oder vor dem Schlafengehen vereinbaren, selbst Vorbild sein und sich selbst daran halten. Handys öfter mal lautlos stellen, damit der Nachrichtenton einen nicht ständig ablenkt. Während des Schlafens das Handy besser ganz ausschalten. Wenn das schwerfällt, kann es auch zumindest anfangs abgegeben werden.

Weitere Informationen zu beliebten Chat-Apps finden Eltern und Interessierte unter www.schau-hin.info/whatsappwww.schau-hin.info/instagramwww.schau-hin.info/snapchat , www.schau-hin.info/tumblr bzw. www.schau-hin.info/younow. Tipps zu Apps bietet auch www.handysektor.de. Tipps zum sicheren Online-Verhalten für Jugendliche: www.chatten-ohne-risiko.net/tipps.

"SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht" ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Quelle: Pressemitteilung SCHAU HIN!

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